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Artikel - Existenzgründung

Existenzgründungen – Motor der Wirtschaft

Einleitung

Die Zahl der Existenzgründungen w?chst nach dem Corona-Gründungstief im Jahr 2020 deutlich. Ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft gibt Raum für ?grüne“ Gesch?ftsideen, die den Gründungsmarkt seit 2021 wieder zunehmend bereichern. Digitale und internetbasierte Gründungen erreichen eine Rekordh?he.

Start-ups und Existenzgründungen bilden für eine erfolgreiche deutsche Wirtschaft einen immer gewichtigeren Bestandteil. Sie sind essenzieller Motor für eine zukunftsf?hige Gesellschaft sowie Wirtschaft. Neue Arbeitspl?tze werden geschaffen und potenziell exportstarke Produkte entwickelt.

Allein im Jahr 2021 stiegen nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 die Existenzgründungen von 537.000 auf 607.000 an (Quelle: Gründungsmonitor KfW 2022). Das sind knapp 30 % mehr Neugründungen als im Vorjahr. Gegenüber 2020 hat es ebenso 35 % mehr Vollerwerbsgründungen wie Nebenerwerbsgründungen gegeben. Die Gesamtzahl der Vollerwerbsgründungen wuchs 2021 auf 236.000 an, w?hrend die Zahl der Nebenerwerbsgründungen sogar auf 371.000 anstieg.

Start-ups sichern Arbeitspl?tze

Laut dem Deutschen Startup Monitor 2022 stiegen auch die geplanten Neueinstellungen 2022 um 28 % gegenüber dem Pandemiejahr 2020. Das macht die Start-up-Branche zu einem nachhaltigen Versprechen für den wirtschaftlichen Aufschwung – nicht nur für Arbeitnehmende. Wie aus dem KfW-Gründungsmonitor 2022 hervorgeht, sind Chancengründungen bzw. ?Gründungen zur Wahrnehmung einer Gesch?ftsgelegenheit“ 2021 auf 82 % gestiegen. Daraus l?sst sich schlie?en, dass zu den Gründenden Personen z?hlen, die hohes Vertrauen in ihre Gesch?ftsideen gesetzt haben.

Positiver Trend: Mehr digitale und nachhaltige Start-ups

Die Herausforderungen der Zeit haben Gründerinnen und Gründer im Jahr 2021 mit technologischen und nachhaltigen Gesch?ftsmodellen gemeistert. Dieser positive Trend hat zu einem Rekord von 31 % digitalen und 41 % internetbasierten Gründungen geführt, geht aus dem KfW-Gründungsmonitor 2022 hervor. Mehr als 80 % der Start-ups haben laut Green Startup Monitor 2022 ein digitales oder hybrides Gesch?ftsmodell umgesetzt. Digitale L?sungen und eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz in Produktions- und Arbeitsabl?ufen (englisch ?Cleantech“) sind wichtige Bestandteile grüner Start-ups. Zudem denken sie vermehrt l?ngerfristig: Nur ca. die H?lfte der Gründungsteams sind im Erfolgsfall an einem Exit interessiert.

Anteil von Gründungen aus weiblicher Hand w?chst

Der Anteil von Frauen in der Gründungsszene ist prozentual deutlich geringer als der von m?nnlichen Gründern. Allerdings l?sst sich hier ein deutliches Wachstum feststellen: Der Anteil der Existenzgründungen von Frauen erh?hte sich im Jahr 2021 um 25 % auf 257.000. Der Gründerinnenanteil an allen Gründungen in Deutschland hat sich damit von 2020 bis 2021 um 4 Prozentpunkte auf 42% erh?ht. Der Gründerinnenanteil jüngerer Existenzgründerinnen unter 30 Jahren hat sich um 9 Prozentpunkte erh?ht und ist damit gegenüber 2020 insgesamt um 37 % gestiegen, so die Zahlen des KfW-Gründungsmonitors 2022.

Von Frauen geführte Start-ups bekommen jedoch bisher deutlich seltener Zugang zu Venture Capital, sie müssen h?ufiger auf privates Kapital aus Freundschafts- und Familienkreisen zurückgreifen. Hier gilt es, den Anteil der weiblichen Innovationskraft für die deutsche Wirtschaft zu st?rken.

Venture Capital: interessante Finanzierungsform für Start-ups

Wer gründen will, muss h?ufig erstmal die passende Finanzierung finden – das ist in Zeiten von Corona-Pandemie und Klimakrise nicht leicht. Immer h?ufiger setzen Gründende nicht nur auf das Know-how, sondern auch auf das Kapital von etablierten Unternehmen. Das macht Venture Capital (VC) zu einem vielversprechenden Instrument. Für das hohe Risiko gibt es entsprechend gro?e Renditechancen für die Kapitalgeber. Denn ist das Start-up erfolgreich, erh?ht sich der Unternehmenswert.

Für Start-ups, die hohen Kapitalbedarf bzw. ein gro?es Wachstumsvorhaben am internationalen Zielmarkt realisieren wollen, eignet sich h?ufiger Venture Capital. Diese Finanzierungsform wird auch eher von Gründerinnen und Gründern mit akademischem Hintergrund gew?hlt, da sie zum Cashflow und zum Risikoprofil ihrer oft internetbasierter Gesch?ftsmodelle passen. Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2022 streben diese Finanzierungsform h?ufig jüngere Gründende an. Je innovativer und wachstumsorientierter die Gesch?ftsmodelle der Gründenden, desto risikoreicher werden sie und desto weniger kommt die klassische Kreditfinanzierung infrage. Dennoch haben sich 2021 von insgesamt 61.000 Start-ups nur 7.600 für eine VC-Finanzierung interessiert. Laut dem Green Startup Monitor 2022 hat mit 78 % der Gro?teil der befragten Start-ups auf Eigenkapital zurückgegriffen. 48% haben staatliche F?rdermittel genutzt (Quelle: Green Startup Monitor 2022).

Das erschwert nicht nur den Start von Existenzgründungen, es fordert auch Deutschland als Wirtschafts- und Innovationsstandort für nachhaltige Technologien heraus. Um dem entgegenzuwirken, bietet beispielsweise die Gründungswoche Deutschland eine Vielzahl an Informationsveranstaltungen für Gründerinnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte an.

Vier Zahlen zur Existenzgründung

36
Symbolicon für Menschen

Prozent der Gründerinnen und Gründer
in Deutschland sind zwischen 25 und 34 Jahre alt

70
Symbolicon für Besprechung

Prozent aller Gründungen
erfolgen im Dienstleistungsbereich

65
Symbolicon für Glühbirne

Prozent aller Start-ups
ordnen sich einem digitalen Gescha?ftsmodell zu.

40
Symbolicon für Frau

Prozent aller Existenzgründer
erfolgen durch Frauen (Voll-/Nebenerwerb)

Mut zur Selbstst?ndigkeit

Gründungen in Deutschland st?rken

Mit vielf?ltigen Ma?nahmen st?rkt das Bundeswirtschaftsministerium den Gründergeist in Deutschland und unterstützt angehende Unternehmerinnen und Unternehmer auf dem Weg in die Selbstst?ndigkeit.

Damit das Wirtschaftswachstum stark und dynamisch bleibt, sind mehr Gründerinnen und Gründer gefragt, die neue M?rkte erschlie?en und zukunftsf?hige Arbeitspl?tze schaffen. Daher m?chte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) den Unternehmergeist und das Gründungsgeschehen in Deutschland st?rken und den Schritt in die Selbst?ndigkeit attraktiver gestalten. Deshalb unterstützt das BMWK Jungunternehmerinnen und -unternehmer mit einer ganzen Reihe von F?rderinitiativen und Finanzierungsm?glichkeiten.

  • EXIST-F?rderung für Gründungsteams aus den Hochschulen
    Ziel des F?rderprogramms ist es, das Gründungsklima an Hochschulen und au?eruniversit?ren Forschungseinrichtungen zu verbessern. Darüber hinaus sollen die Anzahl und der Erfolg technologieorientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen erh?ht werden.
  • INVEST-Zuschuss für Wagniskapital
    Mit dem F?rderprogramm ?INVEST-Zuschuss für Wagniskapital“ werden private Investoren motiviert, Wagniskapital für Start-ups zur Verfügung zu stellen. Business Angels, die privates Kapital in junge innovative Unternehmen investieren, profitieren von einem Erwerbszuschuss in H?he von 20 Prozent der Investitionssumme und einem Exit-Zuschuss, der die Steuern auf Ver?u?erungsgewinne kompensiert.
  • Bürokratieabbau
    Mit diversen Ma?nahmen, unter anderem digitalen, interaktiven Portalen, reduziert die Bundesregierung den bürokratischen Aufwand für Unternehmen. Darüber hinaus werden mit dem Bürokratieentlastungsgesetz III weitere Entlastungen für die Wirtschaft, insbesondere auch für Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Mittelst?ndler umgesetzt werden.
  • Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft
    Die Bundesregierung unterstützt die von kleinen und jungen Betrieben gepr?gte Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem bei der Initiierung von Kooperationen untereinander, mit der Industrie und dem Mittelstand sowie mit anderen Branchen. Ein zentrales Instrument dabei ist der Gründerwettbewerb Kultur- und Kreativpiloten.
  • Initiative "FRAUEN unternehmen"
    Bundesweit ermutigen über 235 Vorbild-Unternehmerinnen Frauen und M?dchen dazu, ihre Gesch?ftsideen umzusetzen und machen Mut zur beruflichen Selbstst?ndigkeit
  • Initiative "Unternehmergeist in die Schulen"
    Der Initiativkreis "Unternehmergeist in die Schulen“ hat sich unter der Federführung des BMWK gegründet. In diesem Umfeld arbeiten überregionale und überwiegend private Initiativen daran, die St?rkung von Unternehmergeist und ?konomischen Wissen an Schulen zu f?rdern und so die Gründungskultur in Deutschland zu st?rken. Die Mitgliedsorganisationen stehen für Qualit?t, Kontinuit?t, internationale und praktische Ausrichtung. Die Initiativen und Projekte sollen Jugendliche bef?higen, selbstbewusst, selbstbestimmt und kompetent an der Gestaltung der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt teilzuhaben. Entrepreneurship Education als Teil einer zeitgem??en Allgemeinbildung umfasst die notwendigen Bildungsprozesse, mit denen die für die Arbeitswelt 4.0 erforderlichen F?higkeiten und Schlüsselkompetenzen hervorragend vermittelt und trainiert werden k?nnen.
  • JUNIOR-Bundeswettbewerb

    Die JUNIOR Schülerfirmen sind Mitglied der vom BMWK gegründeten Initiative "Unternehmergeist in die Schulen". Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7-13 haben im Rahmen des Programms von JUNIOR die Gelegenheit, eine Gesch?ftsidee zu entwickeln und diese für die Dauer eines Schuljahres in Form eines Schülerunternehmens an ihrer Schule umzusetzen. Beim j?hrlichen JUNIOR-Bundeswettbewerb wird die beste Schülerfirma aus allen Landessiegern ausgew?hlt.

  • Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen
    Der Wettbewerb zeichnet Start-ups mit innovativen Gesch?ftsideen, die auf Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik beruhen, mit Preisgeldern bis zu 32.000 Euro aus und bietet umfangreiche Unterstützungsangebote an.
  • Digitales Start-up des Jahres
    Der Preis zeichnet erfolgsversprechende, bereits am Markt etablierte junge Digitalunternehmen aus den BMWK -Gründungsinitiativen aus. Die Auszeichnung würdigt Start-ups, die ihre Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für weiteres Wachstum verfolgen.
  • Der Deutsche Gründerpreis
    Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, herausragende junge Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Schülerfirmen in Deutschland. Er wird j?hrlich für vorbildliche Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragf?higen Gesch?ftsideen und beim Aufbau neuer Unternehmen in den Kategorien Schülerinnen und Schüler, Start-up, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen.
  • Die Gründungswoche Deutschland
    Austausch ist alles: Netzwerke, Wettbewerbe, Messen, Foren und andere Veranstaltungsformate geben Gründerinnen und Gründern einen Rahmen, um mit Experten, potenziellen Kunden und Gesch?ftspartnern in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und ihre Potenziale und Chancen zu testen. Die Gründungswoche Deutschland bringt bundesweit viele Partner zusammen, die gemeinsam rund um das Thema Gründen informieren, beraten und inspirieren. Mehr als 1.9000 Partnerinnen und Partner bieten attraktive Veranstaltungen, Seminare und Events unter www.gruendungswoche.de.

Publikationen

Gründungsberatung

Selbst?ndigkeit erfolgreich planen

Verl?ssliche Informationen und sorgf?ltige Planungen sind das Fundament für einen erfolgreichen Start als Unternehmerin und Unternehmer. Deshalb unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer bei den vielen kleinen Schritten auf dem Weg in die Selbst?ndigkeit.

Für einen erfolgreichen Start in die Selbst?ndigkeit müssen viele Fragen gekl?rt und Entscheidungen vorbereitet werden: Wie erstelle ich einen Businessplan? Wie setze ich meine Gesch?ftsidee um? Und woher bekomme ich mein Startkapital?

Mit www.existenzgruender.de bietet das BMWK umfangreiche Informationen, E-Trainings, Checklisten und übersichten sowie Kontakte zu weiteren Ansprechpartnern zum Start in die Selbst?ndigkeit an.

Denn für Gründerinnen und Gründer besteht ein breites Netzwerk von Starthelfern, Initiativen und Beratungsm?glichkeiten wie zum Beispiel:

  • Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Handwerkskammern (HWKs),
  • kommunale oder regionale ?mter oder Gesellschaften für Wirtschaftsf?rderung,
  • Innovations-, Technologie- und Gründerzentren,
  • Agenturen für Arbeit,
  • Gründungslehrstühle/Gründungsnetzwerke,
  • Gründungsmessen,
  • landesweite, regionale oder lokale Gründerinitiativen und
  • Businessplan-Wettbewerbe.

Die Gründerplattform

Auf der digitalen Plattform gruenderplattform.de von BMWK und KfW erhalten angehende Gründerinnen und Gründer umfangreiche Hilfestellung – interaktiv, ma?geschneidert und kostenlos.

Das Prinzip: Wer sich selbstst?ndig machen will, soll alle gründungsrelevanten Vorbereitungen auf einer zentralen, digitalen Plattform abwickeln und sich dabei individuell beraten lassen k?nnen – von der Ideenfindung, über die Entwicklung des Gesch?ftsmodells und des Businessplans bis hin zur passenden F?rderung und Finanzierung. Das Ziel: Existenzgründung in Deutschland einfacher machen. Damit das optimal klappt, bietet die Plattform eine Reihe digitaler Tools und bindet deutschlandweit alle zentralen Akteure für die Gründungsberatung und -finanzierung ein. über 700 Partner wie Landesf?rderbanken, Kammern, Bürgschaftsbanken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken sind mit an Bord.Darüberhinaus gab es ca. 7 Mio. Besucher seit dem Launch 2018. Die Gründerplattform wird fortlaufend weiterentwickelt und um aktuelle Themen erweitert.

Start-ups im Dialog mit der Politik: Beirat "Junge Digitale Wirtschaft"

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" ber?t den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz aus erster Hand zu aktuellen Fragen der Informations- und Kommunikationswirtschaft, insbesondere zur Entwicklung und zu den Potenzialen der jungen digitalen Wirtschaft und neuer digitaler Technologien in Deutschland sowie zur Schaffung besserer Wachstumsbedingungen von Start-up-Unternehmen. Er ist im Hinblick auf die Dynamik der digitalen Wirtschaft flexibel und offen ausgestaltet und erm?glicht der deutschen Start-up-Szene einen direkten und praxisbezogenen Dialog mit der Politik.

Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung

© Halfpoint/stock.adobe.com

Gründungsfinanzierung

Starthilfe für Gründerinnen und Gründer

Eine solide Finanzierung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Gründung. Neben Eigenmitteln brauchen viele Existenzgründerinnen und -gründer zus?tzlich externe Geldquellen oder Fremdmittel. Wichtig bei der Wahl ist vor allem, dass die Finanzierung zum Vorhaben passt.

Gründungswillige müssen in Immobilien, Ausstattung, Maschinen, Ger?te und oft auch Personal investieren. Auch die Kosten für ihre eigene Lebenshaltung müssen im Businessplan kalkuliert werden. Damit aus ihren guten, zukunftstr?chtigen Gesch?ftsideen erfolgreiche Unternehmen entstehen, sollten sich Existenzgründerinnen und Existenzgründer frühzeitig um eine Gründungsfinanzierung kümmern, die zu ihnen und ihrem Vorhaben passt. Das Portal www.existenzgruender.de hilft nicht nur dabei, den Kapitalbedarf bei einer Gründung zu ermitteln, sondern bietet auch weiterführende Informationen zum Thema Sicherheiten, Fremdkapital und Kapitalbeteiligung.

Grunds?tzlich stehen als Finanzierungshilfe unter anderem folgende Programme zur Verfügung:

Weitere Informationen und einen überblick zu allen F?rderinstrumenten der Gründungsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Wachstumsfinanzierung

Ist ein junges Unternehmen erst einmal etabliert, stellt sich schnell die Frage nach den n?chsten Schritten. Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmen stehen bei der Planung und Verwirklichung ihrer Projekte jedoch h?ufig vor besonderen Herausforderungen: neuartige Vorhaben setzen eine detaillierte Vorbereitung und Beratung voraus, Investitionen und Betriebsmittel müssen finanziert werden, für die Aufnahme von Fremdkapital sind Sicherheiten zu stellen.

Die passende Wachstumsfinanzierung kann dabei helfen, angestrebte Ver?nderungen zu erm?glichen und eine Grundlage für den n?chsten Entwicklungsschritt des Unternehmens zu schaffen. F?rderprogramme von Bund und L?ndern tragen dazu bei, Hindernisse zu überwinden und Erfolg versprechenden Vorhaben zur Umsetzung zu verhelfen. Insbesondere ?ffentliche Finanzierungshilfen, aber auch Informations- und Beratungsangebote spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen und einen überblick zu allen F?rderinstrumenten der Wachstumsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge sichern

Erfolgreiche Firmenübergaben sichern Arbeitspl?tze und Fachwissen in Deutschland. Und sie bieten Nachfolgerinnen und Nachfolgern die Chance, ein Unternehmen aus bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln, sei es im Bereich der Digitalisierung oder der Nachhaltigkeit.

Der demografische Wandel führt dazu, dass rund 30% der mittelst?ndischen Unternehmerinnen und Unternehmer 60 Jahre oder ?lter sind. Für sie ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinanderzusetzen, um ihrem Unternehmen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Gesch?ftspartnern eine langfristige Perspektive zu bieten. In den n?chsten fünf Jahren streben ca. 600.000 Unternehmen eine Nachfolge an (KfW-Nachfolgemonitor 2022). Rund die H?lfte der Unternehmerinnen und Unternehmer zieht dabei eine Unternehmensnachfolge an externe K?ufer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Miteigentümer in Betracht. Für die Unternehmensübernahme sollten übergebende als auch potentielle Nachfolgende ausreichend Zeit einplanen.

Online-Unternehmensnachfolgeb?rse www.nexxt-change.org

Die zentrale Plattform ist die Online-Unternehmensnachfolgeb?rse www.nexxt-change.org, die das BMWK gemeinsam mit der KfW betreibt. über das kostenfreie Angebot k?nnen an einer Nachfolge Interessierte zueinander finden. Seit 2006 wurden so mehr als 19.000 Inhaberinnen und Inhaber und Nachfolgerinnen und Nachfolger erfolgreich zusammengebracht. Mit einem Netzwerk von mehr als 700 Regionalpartnern aus dem Bereich der Kammern und Banken bietet nexxt change zudem kompetente Ansprechpartner vor Ort, die bei den unterschiedlichen Fragen einer Unternehmensnachfolge übergebende und übernehmende unterstützen.

nexxt-change: Unternehmensb?rse für die Nachfolge
Die nexxt-change Unternehmensb?rse verbindet Unternehmerinnen und Unternehmer, die jemanden zur Nachfolge suchen, mit Gründerinnen und Gründern, die sich gerne mit einem bestehenden Unternehmen selbstst?ndig machen wollen.

Umfangreiche Informationsplattform www.nachfolge-in-deutschland.de

Auf der vom BMWK gef?rderte Informationsplattform www.nachfolge-in–deutschland.de stehen u.a.

  • der nachfolg-o-mat, ein Analysetool für alle, die sich zum ersten Mal mit der Unternehmensnachfolge auseinandersetzen,
  • der kostenfreie und wissenschaftlich fundierte KMUrechner für die Wertermittlung eines Unternehmens,
  • das Nachfolgewiki, ein umfangreiches Online-Lexikon mit relevanten Themen und Checklisten rund um die Unternehmensnachfolge,
  • der Nachfolgefahrplan und
  • ein Test, mit dem die pers?nliche Pr?ferenz für eine Neu- oder Nachfolgegründung ermittelt werden kann zur Verfügung.

BMWK-Initiative ?Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“

Um neue Impulse und Unterstützung für das Thema Unternehmensnachfolge vor Ort zu schaffen, f?rdert das BMWK rund 30 innovative Modellprojekte im Rahmen der Initiative ?Unternehmensnachfolge - aus der Praxis für die Praxis“. Die Ideen der Modellprojekte sind vielf?ltig: Sie sensibilisieren für das Thema Unternehmensnachfolge, bieten Nachfolgeakademien, Coaching, digitale Tools und Veranstaltungen rund um die Unternehmensnachfolge an.

All jenen, die die Angebote der Modellprojekte vor Ort nicht nutzen k?nnen, stehen bereits einige Tools im Internet zur Verfügung, z.B.:

Eine übersicht über alle gef?rderten Modellprojekte finden Sie hier: https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/gruendung/unternehmensnachfolge/die-modellprojekte/

Webseiten für Gründerinnen und Gründer

Pressemitteilungen

  • 15.11.2022 - Pressemitteilung - Innovationsf?rderung

    Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und digitalen Start-ups h?ufig wegweisend für Innovationen

    ?ffnet Einzelsicht
  • 14.11.2022 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    Gründungswoche Deutschland 2022 – vielf?ltig, innovativ, zukunftsf?hig

    ?ffnet Einzelsicht
  • 30.08.2022 - Pressemitteilung - Digitale Technologien

    Kongress ?Tage der digitalen Technologien“ – BMWK rückt nachhaltige Zukunftstechnologien in den Fokus

    ?ffnet Einzelsicht
  • 01.08.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Existenzgründung

    Venture Tech Growth Financing – N?chster Baustein des Zukunftsfonds startet

    ?ffnet Einzelsicht
  • 27.07.2022 - Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    Bundeskabinett beschlie?t Mittelstandsf?rderung aus dem ERP-Sonderverm?gen für das Jahr 2023

    ?ffnet Einzelsicht
  • 27.07.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaft

    Start-up Fahrplan steht: Kabinett beschlie?t erste umfassende Start-up-Strategie

    ?ffnet Einzelsicht
  • 01.07.2022 - Pressemitteilung - Mittelstand

    Transformation zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit – Mittelstandsbeauftragter Kellner startet Dialogprozess mit über 40 Verb?nden des Mittelstandes

    ?ffnet Einzelsicht
  • 14.06.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Existenzgründung

    Vier Jahre Gründerplattform – Vier Jahre Unterstützung für Gründerinnen und Gründer

    ?ffnet Einzelsicht
  • 03.05.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaft

    Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen startet Schritt für Schritt

    ?ffnet Einzelsicht
  • 07.04.2022 - Pressemitteilung - Innovationsf?rderung

    über 300.000 Euro Preisgeld für innovative Start-ups: Nachhaltigkeit im Fokus des BMWK- Gründungswettbewerbs

    ?ffnet Einzelsicht
  • 11.12.2020 - Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    Wagniskapitalfinanzierung des BMWi lohnt sich – Erfolgreichster Exit in der Geschichte des High-Tech Gründerfonds vereinbart

    ?ffnet Einzelsicht
  • 11.08.2021 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Global Entrepreneurship Monitor: Vielfalt w?chst! Viele Jüngere, Frauen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte gründen ihr eigenes Unternehmen

    ?ffnet Einzelsicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Junge Gründerinnen und Gründer sprechen über eine Zeichnung; Thema Existenzgründung; Quelle: Getty Images/Emely
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